Also erstmal eine kleine Vorgeschichte: Dominik und ich lernten uns durch andere Praktikanten an der DHPS kennen. Er selber ist im Anerkennungsjahr zum Erzieher und arbeitet in 2 Pre-Schools in Windhoek.
Irgendwann beschlossen wir also eine Tour zumachen, da es noch Probleme mit seinem Permit gab, war erst Tage vorher klar, dass wir wirklich starten können.
Aber am 10.12 gings dann endlich los. Wir hatten nur die Fahrt von Windhoek zu den Vic Falls gebucht und dann 1 Monat später die Fahrt zurück von Kapstadt nach Windhoek.
Wir starteten mit dem Bus in Richtung Livingston (Sambia Vic Falls) nach ca 22h Busfahrt kamen wir in unserem sehr schönen Backpacker an. Wir verbrachten dort 2 Nächte und schauten uns am 1.Tag die Sambiaseite der Falls an.Normal zahlt man auch 10us Dollar Eintritt, aber sind wir normal? :-). Die Falls haben uns schon sehr beeindruckt, wir schwammen noch ein bissl im Zambesi und erkundeten das ganze Gebiet.
Ein Kampf mit einem Affen, machte den Tag unvergessen. Auf einmal stand ein Affe vor mir (Opa es war kein spiegel :)) und riss mir meine Tüte aus der Hand, ich entriss sie ihm wieder und der Affe war so erstaunt, dass er ging. Auf dem Rückweg halfen uns dann 2 Händler wieder aus den dschungelartigen Gebieten zu kommen und die Affen zu vertreiben.
Am 2.Tag schauten wir uns dann im ströhmenden Regen die grünere Seite der Falls an. Wir waren also per Fuss über die Grenze nach Simbabwe gegangen. Hier hatten wir auch das Glueck eine Puffotter zusehen. Wir wollten den Tag noch weiter nach Bulawayo kommen zu Juliet, einer Arbeitskollegin von Dominik.
Dazu brauchten wir aber ein Transportmittel, naja ums kurz zumachen. Nach ca. 10,5h kamen wir mit einem Truck in Bulawayo an. Es war mitten in der Nacht und wir haben noch jemand mit zu Juliet genommen. Sie suchte auch ein Schlafplatz und wir waren halt sozial. Das lustigste an der Reise war wohl das wir in eine Polizeisperre kamen und unser Laster mit ca. 30 Leuten auf der Ladefläche und nochmal 15 Leuten im Führerhaus beladen war. Naja am Ende kostete das ganze ca 30 Euro umgerechnet. Der Polizist steckte es wohl ausversehen in seine tasche :)
Bei Juliet verbrachten wir 2 Tage. Das traurige war, das wir im Haus bestohlen wurden. Die Person, der wir ein Schlafplatz besorgten, beklaute uns in der Nacht und es fehlten 200us Ddollar und 400 Rand.
Ansonsten kamen wir zum ersten mal mit der Krise in Simbabwe in beruehrung. Kein Essen in den Läden, kein Sprit usw. Wir besuchten auch ein Cousin von Juliet im Krankenhaus. Leute mir standen die Tränen in den Augen. Ein grosser Raum, voller kranker Menschen, bei einigen stand der Tod glaube schon vor der Tür. Keine richtigen Matratzen, keine Regungen mehr. Grausam. Das wohl beeindruckenste dieser Reise.
Dann verliessen wir also wieder Juliet und fuhren mit dem Minibus in Richtung Harare zu Styx, einem Kumpel der in Windhoek eine Ausbildung macht aber aus Harare kommt.
Nachdem wir ihn eine Weile nicht erreichten und uns die Minibusfahrer halfen ihn auswendig zu machen und es mal wieder total regnete, kamen wir am abend den 15.12. bei Styx und seiner Familie an Harare an. Wir wurden wirklich sehr nett begrüsst und die Tage waren super schön. Jeder der Familie behandelte uns super. Die Kinder tobten die ganze Zeit mit uns und zu essen bekamen wir auch sehr gut. Wir schauten uns die Stadt an, waren in der Kirche zu einem Konzert, schauten ein Fussballspiel und die Famile versuchte einen Plan zumachen wie wir weiterkommen und besonders wir wir 50euro tauschen können. Was sich aber als nicht wirklich machbar rausstellte.
In Simbabwe an den Geldautomaten zugehen ist wie in ein Laden zugehen, es ist einfach nix da. Aber trotzdem ist es ein sehr schönes Land mit sehr freundlichen Leuten. Aber an manchen Momenten hätte ich mir gewünscht in Windhoek zu sein.
Nach 4 Tage entspannen, Stress, und erstmal satt essen verliessen wir mit Styx zusammen Harare und fuhren wieder mit einem Truck der uns mitnahm nach Mutare. Die erste Nacht übernachteten wir bei einer Freundin von Styx mom. Das Haus hatte zwar ein Dach nur fehlte darunter eine Decke und so war es doch ziemlich kalt.
Wir verliessen das Haus nächsten Morgen nachdem wir von putzenden Frauen und ich weiss net wieviel Kindern geweckt wurden. Wir machten uns auf den Weg nach Altmutare, um die Uni anzuschauen und um Beauty Maenzenise zu besuchen - Proffesorin und Leiterin der Theologieabteilung.
Sie war letztes Jahr in Köln beim Kirchentag und Dominik lernte sie kennen und meinte er kommt eines Tages. Naja sie viel aus allen Wolken als wir vor ihr standen. Wir durften auch eine Nacht in ihrem Haus verbringen und bekamen sehr lecker essen von ihrer Haushälterin.
Dann ging es weiter mit einem Taxi zur Grenze nach Mosambique. Und jetz kommt wohl das Erlebnis des urlaubs:
Wir hatten die info das nach Mosam. das visum umsonst ist. Der Grenzbeamte sagte uns aber das es 25us dollar kostet. Naja wir hatten kein Geld mehr nur ein paar lausige Simdollar. Wir konnten net zurück in Simbabwe kostet das visum 30us Dollar. Naja nach langem hin und her konnte einer raus und ins Land fahren Geld holen. Nur erstmal jemanden finden, der faehrt. Ich wartete als Dominik sein Glueck versuchte. Auf einmal sprach mich ein Mann aus London an, was den los seih. Ich erklärte ihm die Situation und dann holte er eine Tüte voller Geld raus und gab mir 50us Dollar...einfach so. Ich glaub seit dem Tag an Engel :)
Er und seine Mutter und noch ein Freund nahmen uns auf dem Transporter mit, luder uns noch auf ein Bier ein und brachten und bis nach Chimoeo zu einem Backpacker. Danke für alles Michael(so hieß er).
Fortsetzung gibts hier...
PS: es gibt auch viele Bilder...